Verfasst von: dominikavalla | Februar 7, 2009

Madrid Flughafen – Valladolid Bus-Station

Yeah! In vier Tagen gehts los – die ersten Besucher aus der Heimat werden eintrudeln. Den Anfang macht in vier Tagen Jan (Voooorfreude…), dann gehts weiter mit Sascha&Kiwi, Icke, Mama&Daniel, Michaela und DORO (!!!) braucht auch noch einen Termin. Da es mir zeitlich und finanziell leider nicht möglich ist, kriegt ihr eine Wegbeschreibung, wie ihr vom Flughafen Madrid bis zur Estacion de Sur (Bus) kommt. Ist nicht schwer, hört sich nur kompliziert an. Aber selbst ich orientierungsloses Huhn habs geschafft.
Bevors richtig losgeht, einige Tatsachen, die ihr bitte zur Kenntniss nehmen mögt:

- Ja, auch in Spanien ist im Februar noch Winter. Und im März könnte es tatsächlich auch noch mal schneien.
- Nein, ich wohne NICHT am Meer.
- Ja, Barcelona ist weit weg. Sevilla auch.
- Nein, vor April werdens hier auch nicht mehr als 20 Grad.
- Nein, in Madrid spricht so gut wie keiner Englisch.
- Meine Stadt heißt: VALLADOLID – sprich: BAJADOLID.

Aaaaalso, los gehts:
1.) Egal mit welcher Fluggesellschaft ihr in Madrid ankommt – sobald ihr euren Koffer habt und das die Halle verlasst, haltet Ausschau nach „Metro“ schildern. Hängen meistens anner Decke. Also nach oben gucken. Damit der Wiedererkennungswert höher ist: SO siehts aus.
2.) Diesen Schildern einfach folgen. Nicht wundern – der Flughafen ist riesig. Könnte schon sein, dass ihr so 10-15 Min laufen müsst (je nach Schwere des Gepäcks und ob ihr diese tollen Laufbänder nehmt! Die sind toll!!! Das Beste am Flughafen!).
3.) Dann seht ihr irgendwann ein Licht am Ende des Tunnels – bzw. den Anfang des Metro Tunnels. Ihr kauf euch also eine Fahrkarte am Automaten – den man übrigens auf Deutsch stellen kann, indem man auf die entsprechende Flagge klickt (damit auch hier der Wiedererkennungswert vorhanden ist: SO sieht die deutsche Flagge aus.). Ihr wählt den Tarif für 2 Euro: Metro-Ticket mit Flughafen Gebühr (ja, Flughafen-Gebühr. 1€.).
4.) Dann geht ihr zur U-Bahn, was sehr einfach ist, denn erstens fährt da nur eine Linie ( Nr.8 ) und zweitens gehen alle auf den Bahnsteig nach LINKS (Rolltreppe!), das ist die richtige Richtung („Nuevos Ministerios“).
[Falls ihr doch den falschen Bahnsteig wählt, ist eure Fahrt nach einer Station zu Ende, dann seid ihr nämlich im Terminal 4 des Flughafens. Dann einfach aussteigen, auf die andere Seite und in die richtige Bahn einsteigen :) ]
5.) Diese U-Bahn fahrt ihr bis zur Endhaltestelle („Nuevos Ministerios“), steigt aus wenn alle aussteigen und sucht dann die  Schilder zur Metro-Linie Nr 6. Die ist gut ausgeschildert, wieder nicht wundern, da müsst ihr bestimmt wieder 10 Min gehen. Aber ihr kommt an, das versichere ich euch.
6.) Dann steigt ihr in die Nr. 6. Das tolle ist: es ist die Circle Line, d.h. ihr könnt eigentlich gar nicht in die falsche Richtung fahren. Schneller geht’s aber, wenn eure nächste Station „Republica Argentina“ ist. Wenn ihr die Wahl zwischen den beiden Bahnsteigen habt, geht nach rechts.
7.) Jetzt steigt ihr ein und fahrt bis zur Haltestelle „Méndez Álvaro“, das ist die neunte Haltestelle (HIER könnt ihr euch den Metro-Plan runterladen!).
8.) An der Haltestelle „Méndez Álvaro“ steigt ihr aus und haltet wieder Ausschau nach Schildern an der Wand auf denen steht „Estacion de Sur“ bzw. „Estacion de Autobuses“.  Den Pfeilen folgen, den richtigen Ausgang wählen und dann seid ihr so gut wie da.
9.) Willkommen an der schönsten Station für Busse, die die Welt je gesehen hat! Die Estacion de Sur besticht durch außergewöhnliches Design und lädt zum Verweilen ein!
10.) Problem an diesem Busbahnhof: der Bus nach Valladolid, für den ihr euch mit meiner Hilfe bereits ein Ticket bestellt hat, wird NICHT an der Abfahrstafel angezeigt. D.h., etwa 15 Min vor Abfahrt eures Busses geht ihr bitte zu der Abfahrtsplatform und haltet Ausschau nach dem Bus nach Valladolid (steht dran). Diese fahren IMMER zwischen den Steigen 32 und 39 ab. Des Weiteren steht die Nummer auf eurem Busticket und auch nochmal vorne an der Fensterscheibe.
11.) Koffer könnt ihr dann schonmal im Bus verstauen. Danach geht ihr mit eurer Busfahrkarte zum Busfahrer, zeigt diese schön vor (inkl. Perso) und ihr dürft einsteigen. Wenn es falsche Bus sein sollte, nimmt er euch anne Hand und führt euch zum Richtigen.
12.) No entiendo – ich verstehe nicht. Falls der Busfahrer euch zulabert.
13.) Spätestens JETZT schreibt ihr mir ne SMS, dass ihr im Bus sitzt und alles gut gegangen ist.
14.) Mit dem Bus fahrt ihr bis zur Endhaltestelle, da hole ich euch dann ab :) .
15.) HIER nochmal der Metro-Plan von Madrid, in dem sogar eingezeichnet ist, wo ihr umsteigen / aussteigen müsst.

Glaubt mir, es ist einfach. Ich habe wahrscheinlich viel zu viele Details reingeschrieben, die völlig unnötig sind. Wenn ihr einen Punkt nicht versteht, schreibt mich an und ich versuche es dann nochmal anders zu erklären :) .
Ich hatte tierische Angst und hab es trotz aller Anspannung geschafft.

Ohje, beinahe hätte ich das Wichtigste vergessen:
LASST EUCH NICHT IN MADRID BEKLAUEN! Rucksäcke immer nach vorne (auch wenns doof aussieht), am Besten Brusbeutel unter Kleidung mit wichtigen Dokumenten und Augen immer offen halten…

Ich freu mich auf euch!

Verfasst von: dominikavalla | Januar 23, 2009

I confess.

OK – zwei Monate ist es her, dass ich hier das letzte Mal etwas hineinschrob. „Isch schäme misch“, um einmal ein Filmzitat einzubringen (wer errät aus welchem Film, kriegt nen Kaffee.).
Was ist in der Zwischenzeit passiert? Kurz: es war Weihnachten – ich war in Polen; es war Silvester – ich war in Berlin; es war Januar – ich war im Bett – krankheitsbedingt. Und jetzt bin ich seit ner Woche wieder hier, lebe mich ein und verbringe momentan viiiiel Zeit mit Skype (danke an wen-auch-immer, der die Webcam erfand. Und danke an unsere Nachbarn, die meinem carino und mir das Internet – mehr oder freiwillig – kostenlos zur Verfügung stellen.). Wie auch immer, am Montag geht hier die Klausurenphase los. Das hat folgende Konsequenten:
1.) ich hab drei Wochen Uni frei (entspannend)
2.) ich hab zwei Klausuren (weniger entspannend)
3.) es wird immer schwieriger Leute zu finden, die mit einem Party machen wollen (total anstrengend)
4.) mein carino kommt mich besuchen und es geht für vier Tage nach Barcelona (suuuuper entspannend und suuuuper schön!)
5.) ich kann jetzt jeden Tag bis 1 Uhr wach bleiben – denn dann wird die neueste Folge von „IBES“ (nochn Kaffee für denjenigen der DAS errät) online gestellt und ich kann schauen, wer sich durchschlägt und wer fliegt. Yeah.

Wie ihr merkt – es geht mir gut. Bestens. Schade ist nur, dass mittlerweile die Halbzeit angebrochen ist. Will heißen, fast alle verlassen unser Erasmus-Camp. Wer bleibt, sind die Kulen. Und die lassen sich leider nur an einer Hand abzählen (hiermit ein Hoch auf Claire, Mariangela, Matteo, Johanna und Paul). Die Zurückgebliebenen trauern jetzt schon, die Heimfahrer finden zwischen Klausuren und packen kaum Zeit für Partys.
Ich bin froh, dass ich mich für ein Jahr entschieden habe. Denn jetzt merk ich, wie mein „daily life“ hier wirklich anfängt; wie mein Spanisch immer besser wird; wie meine Erasmus-Bekannschaften Freunde werden; wie ich ENDLICH Zeit finde, Trips und Ausflüge zu planen.

Verfasst von: dominikavalla | November 25, 2008

Endlich richtig und wirklich in Vorweihnachtsstimmung.

Danke, lieber WDR, für die Einladung zum Assesment-Center. Dank dieser Einladung höre ich naemlich gerade WDR 2 und ratet mal, welches Lied gerade gespielt wurde: „Last Christmas“ von Wham. Jetzt ist es also offiziell: bald ist Weihnachten. Und ja, ich kann also auch ohne Weihnachtsmarkt, Glühwein und selbstgebastelten Adventskalender von Mama in Stimmung kommen. Ganz ohne Deko gehts dann aber doch nicht. Ich bin eben zum Chino (1 Euro Laden) gerannt und hab mir eine bunte Lichterkette gekauft (Made in Germany im Übrigen). Die wird hier gleich aufgehaengt, waehrend ich weiterhin WDR 2 höre und darauf hoffe, dass sie wieder ein Weihnachtslied spielen. Hach. Wie toll.
Für die naechsten Tage habe ich mir vorgenommen, mal richtig viel Zeit im „El Corte Inglés“ zu verbringen. Gestern war ich kurz drin und es war der Wahnsinn. Weihnachtsdeko. Überall. Weihnachtsmusik. Dauernd. Herlich.
Ansonsten ist mein „Bewerbungsgespraech“ bei meinem neuen Nachhilfeschüler gestern gut abgelaufen. Ich hab den Job! Zweimal in der Woche für jeweils eine Stunde werde ich also deutsche Grammatik erklaeren. Auf Deutsch. Ich bin schon ganz aufgeregt, wie das klappen wird.
So, jetzt gibts nen Spekulatius (Lidl^^) und dann: Daumen drücken, dass Last Christmas nochmal im Radio laeuft (vielleicht sollte ich umschalten?!). Klar hab ich’s auch aufm PC. Aber das ist irgendwie nicht das Gleiche.

Nachtrag, etwa 10 Minuten spaeter: Hallo? Wie asi ist das denn jetzt? Auf WDR 2 laeuft ein Lied aus den spanischen Charts. Herzlichen Glückwunsch. Und: Adios, Weihnachtsstimmung.

Verfasst von: dominikavalla | November 22, 2008

Normal. Verdammt normal.

Wie lange habe ich hier nichts mehr geschrieben? Zu lange. Ich merk schon. Die Besucherzahlen auf dem Blog gehen immer weiter zurück, keine Kommentare mehr, gaehnende Langeweile. Entschuldigt. Aber heute sind es schon genau zwei Monate, die ich jetzt in Valladolid bin. Das Leben ist einfach normal geworden.
Was sich deutlich bessert ist mein Spanisch. Mit dem Verstehen klappt es hervorragend, was ein bisschen kompliziert ist, ist das Reden (was aber einen ganz einfachen Grund hat: ich lern die Vokabeln nicht. Was auch einen einfachen Grund hat: entweder bin ich in der Uni, inner Bar oder im Bett. An all diesen Orten ist ein Vokabelheft irgendwie – unpassend.). Wenn ich mir gaaaanz viel Zeit nehme, klappt das aber auch. Besonders stolz bin ich auf ein Telefongespraech mit einer Spanierin, dessen Sohn Nachhilfe in Deutsch braucht. Montag Abend werd ich die Familie treffen, ich bin mal gespannt, ob ich mir hier ein bisschen Geld nebenher verdienen kann…
Ansonsten: laeuft. Alles normal. Es wird viel gekocht (gestern Tiramisu, heute Crepes, morgen was spanisches), es wird viel diskutiert und gequatscht. Es ist wunderbar. Ich liebe es. Aber es macht mir auch Angst – wenn ich daran denke, wie schnell die letzten zwei Monate vergangen sind – Wahnsinn.

Übrigens: der negativ Kultur-Schock laesst immer noch auf sich warten. Immer noch kein Heimweg, immer noch keine negativ Top-Ten-Liste. Vielleicht bin ich in diesem Land einfach richtig.

Verfasst von: dominikavalla | November 7, 2008

Immer noch nicht…

Ich mag Weihnachten. Weihnachten ist toll. Aber das ist nichts neues, das wissen ja die meisten von euch. Und dass ich in Deutschland wahrscheinlich dieses Wochenende anfangen würde meine Wohnung bzw. mein Zimmer weihnachtlich zu dekorieren, sollte auch nichts neues sein.
Diese vorweihnachtliche Zeit war die Zeit, vor der ich hier in Spanien eigentlich ein bisschen Angst hatte. Keine Weihnachtsdeko in meinem Zimmer, keine Tatsächlich Liebe Abende mit den Mädels, kein Weihnachtsmarkt. Aber – und es freut mich euch das mitteilen zu können – es ist immer noch kein Heimweh in Sicht. Vielleicht manchmal ein kleines bisschen, wenn ich per Webcam mit zu Hause telefoniere und meine Familie und meine gewohnte Umgebung sehe. Aber sonst: nüscht.
Vielleicht hilft auch die Weihnachtsdeko auf der Straße dem Heimweh vorzubeugen. Meine ganze Straße ist mit Lichterbögen geschmücht und genau vor meinem Fenster hängt auch einer! Viele würden das jetzt vllt. nervig finden, so nen blödes Lichterteil genau vorm Fenster wenn man schlafen will. Aber ich finds toll. Awesome. Geil. Morgens öffne ich mein Fenster zwecks Luftaustausches und sehe als erstes auf diese Weihnachtsbeleuchtung. Leider wird die noch nicht angeschaltet, aber hey, sie ist hier, ich hab sie vor meinem Fenster und ich bin glücklich damit.
Ansonsten – nicht viel neues. Auch die spanischen Supermärkte stellen sich jetzt auf Weihnachten ein und neben Stollen und Dominosteinen gibts auch spanische Weihnachsleckereien. Hab ich mich bis jetzt noch nicht rangetraut – meine Hosen sitzen immer enger, da muss ich ganz doll aufpassen (achja, das „schwere“ Leben eines Erasmus-Studenten…). Gut, dass es hier keinen Glühwein gibt. Daran würd ich mich echt tot saufen.
Apropos Glühwein: Weihnachtsmarkt ist hier natürlich nicht. Und der fehlt mir tatsächlich ein bisschen. Gut, selbst in Deutschland ist es jetzt noch zu früh zum Weihnachtsmarkten, aber ihr habt ihn dann bald wenigstens. Ich nicht. Scheiße. Aber es tröstet mich, dass ich ja bereits in einem Monat wieder einmal in Deutschland bin (man könnte meinen ich komme nicht los davon!) und alle Weihnachtsmärkte der Umgebung abklappern werde (Hildesheim. Braunschweig. Hannover. Hamburg.).
Ich denk an euch und schicke euch relativ kalte (7 Grad) Küsse nach Deutschland!

Verfasst von: dominikavalla | Oktober 27, 2008

Hallo, Herbst!

Spanien mag mich – woran ich das merke? Es ist „kalt“ (15 Grad), es regnet und alles in allem ist es momentan überhaupt sehr grau. Herbst halt. Ich find’s aber super von meinem Lieblingsland, dass der Wetterumschwung jetzt gekommen ist. Am Donnerstag gehts für ein Wochenende nach Hause und nach allem was ich gehört und gelesen habe, ist das Wetter in good old Germany ja ungefähr genauso wie hier. Danke, Espana – da wird Umstellung doch nicht so schwer, wie ich gedacht hatte.

Donnerstag gehts um 6 Uhr mitm Bus nach Madrid Ankunft: 8.30 Uhr), dann eine Stunde Metro fahren (yeah, also etwa bis 9.30 Uhr), dann Ankuft aufm Madrider Flughafen. Abflug 11.10 Uhr, Ankunft in Berlin Schönefeld gegen 14 Uhr. Dann schnell in die Bahn gesprungen und hoffentlich um 17 Uhr endlich in Braunschweig, wo mich Jan netterweise abholen und schnell zu meiner Mama nach Hause fahren wird. Die wird am Donnerstag ja schließlich 30 Jahre alt und das müssen wir feiern! :)
Ich fahre mit gemischten Gefühlen nach Hause – einerseits freue ich mich darauf, meine Familie wiederzusehen (wenns auch nur für zwei Tage ist), andererseits hab ich mich hier mittlerweile verdammt gut eingelebt, sodass ich ehrlich gesagt ein bisschen Angst habe, dass das Heimweh mich doch packen wird, wenn ich am Montag wieder hier bin… Aber, nee. Eigentlich nicht. Und wenn dann ist eh nur das Wetter und die Domino-Steine beim Lidl Schuld.

Verfasst von: dominikavalla | Oktober 22, 2008

Apropos Globalisation…

Wollt ihr mal was verrücktes lesen? Ich hab die letzten vier Wochen ohne Kaffee-Maschine überstanden. Crazy, oder? Morgens – kein Kaffee. Nachmittags -kein Kaffee. Abends vorm Party machen – kein Kaffe. Ihr werdet euch wundern, dass ich’s überlebt habe, aber ja. Gerade so. Bis gestern. Da haben wir uns nämlich eine Kaffee-Maschine gekauft. Für 17,99 Euro beim Eletrik-Laden um die Ecke. Claire und ich haben dem Druck von Party machen in the night und going to universidad in the mornings nicht mehr ausgehalten und haben uns entschieden, der Droge Kaffee wieder zu verfallen.
Da steht sie jetzt also, das Prachtding. Weiß ist sie, sie glänzt und zaubert mir ab jetzt für die nächsten 200 Tage jeden Morgen ein Lächeln ins Gesicht (und wer mich kennt weiß, wie schwer das ist!). Und auch sie ist wieder ein Stück Heimat – Hersteller ist nämlich eine Deutsche Firma.
Die nächsten Tage wirds ein Foto von unserem Prachtstück geben. Einen Namen lassen wir uns auch noch einfallen. Natürlich einen Deutschen. Helmut oder so – das wird dann besonders lustig, wenn Claire versucht das auszusprechen.
Ich drück euch und wünsche euch allen eine geruhsame Nacht.
Besos y un abrazo

Verfasst von: dominikavalla | Oktober 21, 2008

Feliz Navidad! Nur noch 2 Monate bis Weihnachten.

Ihr kennt mich. Ihr wisst, dass ich Weihnachten liebe. Weihnachts-Deko kann für mich nie kitschig genug sein. Und erst Ende November anfangen zu dekorieren? No Way. Deswegen hab ich heute damit angefangen.
Gerade war ich beim Lidl und was sehe ich am Eingang? Einen Adventskalender! Ist das nicht wahnsinnig toll? Vor der Kasse hab ich dann noch Marzipan-Stollen und Spekulatius gefunden. Der Wahnsinn. Den Stollen hab ich liegen lassen (oh Gott, ich werde so fett hier, es ist unglaublich. Ich hab schon Angst vor Mama und Papa und ihrer wahnsinnig wahren Meinung, wenn ich in zehn Tagen zu Hause bin *bibber*), aber der Adventskalender und das (der? die?) Spekulatius liegen hier neben mir. Ich bin immer noch sehr begeistert – habe mir aber vorgenommen, zumindest bis Mitte November zu warten, bevor ich den Spekulatius plündere.
Das Wetter passt sich Lidl-Vorweihnachtszeit an: gerade regnets und seit 2 Wochen ist es das erste Mal kühler als 20 Grad (nämlich 17 Grad). Trotzdem warte ich bis Mitte November.
Bevor ichs vergesse zu sagen: danke, Globalisation. Du bist wahnsinnig toll.Hör nicht drauf, was die Anderen sagen. Ich hab dich wirklich, wirklich gern.

Adeventskalender und Spekulatius vom Lidl

Adeventskalender und Spekulatius vom Lidl

Verfasst von: dominikavalla | Oktober 20, 2008

Warum eigentlich Journalist?

Die Frage kriegt man ja als (junger) Journalistik-Student ziemlich häufig gefragt: „Warum studierstn du Journalistik?“ Meistens lassen sich die Fast-Akademiker dann so schlaue Dinge einfallen wie: „Ich fühle mich der Demokratie verpflichtet und will durch meine Äußerungen den Menschen helfen, die Politik zu verstehen.“ oder: „Ich glaube, damit kann ich die Welt zu einem besseren Ort machen.“ oder aber: „Och, bei Empfängen kriegt man immer Essen umsonst.“
Meine Antwort in Zukunft wird lauten: Weil ich nicht zeichnen kann. Das wird den Einen oder Anderen stutzig machen. Klingt schon logisch, aber hä?
Wenn ich tatsächlich dazu gezwungen würde, mein Studienfach zu wechseln, war ich bis vor drei Stunden der festen Überzeugung, meine Zweitwahl wäre DAF (Deutsch als Fremdsprache). Dann saß ich heute in meiner ersten Spanisch-Stunde (nebenbei gesagt ziemlich glücklich, dass wenigstens die Basics bei mir drin sind) mit einer Lehrerin, die nur Spanisch spricht und uns auf Spanisch ALLES erklärt – die Grammatik, die Vokabeln, die Texte… Insbesondere aber eben die Vokabeln. Und dann kommt einem das alles vor wie ein Spiel – sie stellt die Verben (Tu-Wörter) mit ihren Händen dar, die Nomen malt sie an die Tafel. Sie kann alles zeichnen: Pferde, Handschuhe, Mäuse, Stockwerke, Fahrstühle… unglaublich.
Da kam dann für mich der Zeitpunkt an dem ich mir eingestehen musste: das mit DAF wird nüscht. Du kannst einfach nicht zeichnen.
Werd ich also doch Journalist. Jetzt gibt’s keine andere Wahl mehr.

Verfasst von: dominikavalla | Oktober 19, 2008

Ein deutscher Student an der spanischen Universität

In dieser Woche gab’s keine spannenden Baustellen, keine aufregenden Lidl-Erlebnisse und keinen Wochendtrip. Man könnte meinen, mein Leben in Spanien beginnt sich langsam zu normalisieren. Man tut eben das, was von einem als Erasmus-Student erwartet wird: feiern, Kaffee trinken, Spanisch lernen, schlafen, essen, schlafen, Uni. In der Reihenfolge.
Und ja, ich gehe in die Uni. Tatsächlich doch wirklich jeden Tag. Schließlich muss ich 60 ECTS vollkriegen, was gar nicht mal so wenig ist. Sowieso läuft an der spanischen Uni alles etwas anders (und langsamer. Besonders das gesprochene englische Wort iiissssttt–seeeeehhhrr–laaaaangsaaaaam, ooookkaaaayyyy?). Die Kurse dauern (offiziell) eine Stunde, aber da der Lehrer immer 10 Minuten zu spät kommt, haben wir effektiv gesehen nur 45 Minuten Unterricht (da auch immer 5 Minuten früher Schluss gemacht wird). Dafür haben wir die Kurse drei Mal in der Woche. Jawohl, drei Mal. Hier mein Studenplan:
Montag:
10 Uhr – Lengua Alemana II
17 Uhr – Lengua Inglese I
Dienstag:
9 Uhr – Literaro Anglo-Irlandesa
10 Uhr – Lengua Inglese III
12 Uhr – Historia y Cultura des Paìses de Hablar Inglese
18 Uhr – Lengua Inglese I
Mittwoch:
9 Uhr – Lengua Inglese III
10 Uhr – Literaro Anglo-Irlandesa
12 Uhr – Historia y Cultura…
18 Uhr – Lengua Inglese I
Donnerstag:
9 Uhr – Lengua Inglese III / Lengua Alemana II
10 Uhr – Literaro Anglo-Irlandesa
Freitag:
8 Uhr – Lengua Alemana II
10 Uhr – Lengua Inglese III
11 Uhr – Historia y Cultura…
Also, nix mit jeden Abend Party! Wie ihr seht, muss ich jeden Tag spät. um 10 Uhr in der Uni sein und ordentlich mitschreiben (Stichwort: verschultes Uni-System), damit ich am Ende des Semesters auch die Klausuren bestehen kann. Apropos verschultes Uni-System: natürlich gibt es in Spanien Studiengebühren, was bedeutet, dass wir in den Kursen höchstens 20 Leute sind und das ganze eher an einen Klassenraum in der Oberstufe erinnert als an eine Vorlesung an der Uni. Das kann sehr entspannend sein, aber man fühlt sich auch schnell gelangweilt, wenn man einfach immer nur das von der Tafel abschreibt, was der Lehrer dranschreibt (wortwörtlich). Kein eigenständiges Denken, einfach nur abschreiben. Hausaufgaben gibt’s natürlich auch – ganz wie in der Schule halt. Und solche Leute sind dann Akademiker. Komisch für deutsche Studenten.
Am Montag beginnt mein Sprachkurs – ich werde drei mal in der Woche jeweils von 15.20 Uhr bis 17 Uhr mein Spanisch verbessern. Also von wegen Langeweile und Party all the time! Manchmal muss ich doch ganz schön arbeiten. Aber da ich hier auch mehr feiere als in Deutschland, kann ich hier ja auch mehr arbeiten :) .

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